Wenn man Einwohner von Miami fragt, wer die schlechtesten Autofahrer sind, geben die meisten dieselbe Antwort: die Autofahrer in Miami. Blinker werden wie eine Schwäche behandelt, Autobahnen fühlen sich wie ein ständiger Kampf an und eine gelbe Ampel ist ein Zeichen zum Gasgeben. Wenn wir ehrlich sind, ist Autofahren in der Stadt ein Extremsport.
Als eine aktuelle Umfrage von American River Wellness Recovery die „passiv-aggressivsten“ Straßen des Landes ausfindig machen wollte, gingen wir alle davon aus, dass Miami den Titel für Florida holen würde. Doch zu unserer Überraschung liegt die Straße, die dieses Verhalten im Bundesstaat am ehesten hervorruft, gar nicht in Miami-Dade!
Was ist die passiv-aggressivste Straße in Florida?
Anstelle von explosiver Aggressivität im Straßenverkehr befragte die Studie 3.011 US-Autofahrer zu „geringfügig territorialem“ Fahrverhalten, wie zum Beispiel Beschleunigen, wenn jemand blinkt, Blockieren von Kreuzungen, Bremsmanöver und starrer Blick nach vorne, während man vorgibt, jemanden nicht zu sehen, der einfahren will.
Was diese Art von Fahrgewohnheiten angeht, gehört Florida zu den „Big 3“-Staaten – neben Kalifornien und New York –, die die Rangliste anführen. Und innerhalb des Sunshine State ist laut den Daten die US 1 (Federal Highway) in Fort Lauderdale die schlimmste Straße für passiv-aggressives Fahren.
Während die Autofahrer in Miami also hupen und dir direkt ins Gesicht sagen, dass sie dich nicht auf ihrer Spur haben wollen, zeigt sich die Frustration auf dem Federal Highway auf andere Weise, etwa indem sie den Fahrer neben sich ignorieren, der praktisch darum bettelt, vorbeigelassen zu werden.
Weitere Ergebnisse der Umfrage
Die Ergebnisse zeigten, dass Autobahnen nicht die Hauptverursacher sind. Es sind vielmehr alltägliche Vorortstraßen voller Einkaufszentren, Schulverkehr, Restauranteingängen und ständigen Spurwechseln. Und eine schockierende Anzahl passiv-aggressiver Straßen befindet sich in wohlhabenden Vororten.
Schnell wachsende, mittelgroße Städte schnitten ebenfalls gut ab, da ihre Infrastruktur offenbar hinter dem Bevölkerungswachstum zurückbleibt, was zu einem territorialen Fahrverhalten führt, das früher den großen Ballungsräumen vorbehalten war. Außerdem nannten 26 % der Befragten Einfädelungsspuren als größten Auslöser für passiv-aggressives Verhalten. Auf der U.S. 1 will niemand seinen Platz aufgeben, nachdem er zwei Ampelphasen lang an derselben roten Ampel gewartet hat.
Schau dir die vollständige Studie hier selbst an.